Der Innaren

Der Innaren liegt 20 Autominuten nordöstlich von Växjö und gehört mit seinen 14,9 km2 Wasseroberfläche zu den mittelgroßen Seen Smålands. Wie auch der Helgasjön und der Åsnen ist der Innaren ein Teil Mörrumsån Wassersystems. Das Besondere an diesem See ist eine unterseeische Quelle und das dadurch für einen See dieser Region Schwedens untypisch klare Wasser, denn die Seen Smålands werden durch das dunkle aus dem Hochland herabfließende Wasser gespeist.

 

Neben dem klaren Wasser ist die größte der Inseln im Innaren, die Insel Arnö, bemerkenswert. Arnö ist Teil eines Naturreservates der schwedischen Kirche. Auf der Insel befinden sich ein Vogelbeobachtungsturm im Norden und ein verlassenes Wirtschaftshaus, das heute in erster Linie von Anglern und Kanufahrern als kostenfreie Unterkunft  genutzt wird. Es gibt dort weder Strom noch Wasser, aber das stört einen nicht wenn man morgens mit einem Kaffee oder Tee auf dem kleinen Bootsanleger steht, der Frühnebel im ersten Licht des Tages über dem See aufsteigt und einem klar wird, dass genau das alles ist was man braucht  – außer vielleicht einem Boot und einer guten Angelausrüstung.

 

Wie bei sehr vielen interessanten Seen in Småland ist der Angeldruck auf dem Innaren gering. Der See hat einen sehr guten Bestand an Barschen und Hechten. Durch das klare Wasser kommt der Zander im Innaren nicht vor.

 

Das Angeln vom Ufer ist  z.B. an dem kleinen Hafen an der Ostseite des Sees (Siehe Karte) und ebenso am Bootsanleger Brittatorp (eine dritte Bootsrampen befinden sich am Badeplätzen von Rottne im Norden) möglich, aber in der Regel ist das Ufer schwer zugänglich.

Mit dem Boot eröffnet sich dafür ein tolles Angelrevier. Die Unterwasserstruktur des Innaren ist leicht zu erfassen, der Grund fällt von der Uferlinie gleichmäßig bis auf eine maximale Tiefe von etwa 19 Metern ab. Es gibt drei tiefe Unterwassertäler, die durch flachere Plateaus (Wassertiefe 3-6 Meter) voneinander getrennt sind. Man kann sich an der kleinen Insel Kvinneholm, die westlich der Insel Arnö ziemlich in der Mitte des Sees liegt und der Insel Kidön weiter im Westen orientieren. Auf der Linie zwischen den beiden Inseln liegt eines der Plateaus.

Hier kann der Köder beim Spinnfischen vom driftenden Boot oder beim Schleppangeln immer wieder über aufsteigende oder abfallende Kanten oder interessanten Strukturen geführt werden. Meistens hat man auf der Seite, auf der der Wind steht, mehr Erfolg, denn dort sammelt sich das Futter für die Beutefische der Barsche und Hechte. Sehr schön ist es im frühen Herbst bei bedecktem Himmel und leichtem Wind in der Mitte des Innaren zwei Ruten mit Köderfischen über das Plateau treiben zu lassen, die Natur zu beobachten und auf den Biss eines Hechtes oder eines großen Barsches zu warten.

Ein zweites Plateau liegt über der Insel Arnö. Es zieht sich in Richtung Norden und fällt zwischen den Inseln Slättö und Iglehulta Ö von 6 Metern auf bis zu 15 Meter ab.

Auf dem Plateau, um die Inseln herum und an der Kante kann man mit der Spinnrute oder vertikal auf Barsch und auf Hecht angeln. Wem man nicht vertikal angelt sind die Topköder auf Barsch Spinnerbaits und Gummifische und auch größere Wobbler. Mein persönlicher Favorit ist der Hybrida B1, der auch auf Hecht super funktioniert.

Auffällig an der Topographie des Innaren sind seine langgezogene Unterwasserkanten, Berge und Täler, die den Raubfischen über die  Wasserfläche verteilt Schatten und Deckung bieten. Die Bisse verteilen sich über die Wasserfläche und es ist wichtig den See strukturiert zu beangeln, verschiedene Linien über Kanten zu fahren und vor allem die Lauftiefe der Köder zu variieren. Hervorzuheben sind die oben beschriebene flachere Plateaus und das südliche Becken. Andererseits ist der Bestand an Barschen und Hechten am Innaren so gut, dass es schwer ist, dauerhaft an den Fischen vorbeizuangeln.

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